08.11.2017 - München

AVANCIS koordiniert CIGS-Forschungsprojekt für optimierte Modulerträge. Spezifische Energieertragsoptimierung für Gebäudeintegration und Freiflächen.

München, 08. November 2017 – Der CIGS-Modulhersteller AVANCIS koordiniert das neue Forschungsprojekt „MyCIGS“, das sich zum Ziel gesetzt hat, die ertragsrelevanten Faktoren von CIGS-Dünnschichtmodulen weiter zu optimieren. Der Modulertrag beschreibt den Nutzen, den der Kunde von einem installierten Modul erwarten kann. Dieser hängt jedoch nicht nur von der Nominalleistung des Moduls ab, sondern auch von seinem Ertragsverhalten im Zusammenspiel mit komplexen Einflussgrößen, wie den klimatischen Gegebenheiten am Installationsort oder der Ausrichtung der Installation.


Dünnschicht-Solarmodule auf Basis des Halbleitermaterials CIGS, eine Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid-Verbindung, zeigen eindrucksvoll ihr Potenzial als hocheffiziente ästhetische Solarmodule im Bereich der Gebäudeintegrierten Photovoltaik (BIPV), insbesondere in Solarfassaden. Vor allem beim Ertrag zeigen CIGS-Module erhebliche Technologievorteile gegenüber Modulen aus kristallinem Silizium. Diese bestehenden Vorteile wollen die CIGS-Wissenschaftler im Forschungsprojekt z.B. mit Hinsicht auf das solare Bauen weiter ausbauen.

Im Verbund mit der Universität Oldenburg, der Universität Erlangen-Nürnberg und dem Photovoltaik-Kompetenzzentrum (PVcomB) des Helmholtz-Zentrum Berlins sollen ertragsrelevante Einflussgrößen durch die Optimierung der Halbleiterschichten im Modulaufbau verbessert und nachgewiesen werden. Das Projekt wird vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert.

Optimierung der Halbleitereinzelschichten

Spezifisch für die CIGS-Technologie sollen hierfür alle Einzelschichten optimiert werden, die sich auf die ertragsrelevanten Parameter auswirken. Deren jeweilige Einflüsse auf den Temperaturkoeffizienten, auf das Schwachlichtverhalten, auf die Winkelabhängigkeit der Einstrahlung und auf die spektrale Empfindlichkeit werden dann an Modulen mit optimierten Schichten getestet. Im Verbundprojekt wird eine enge Verzahnung von innovativen Herstellungsprozessen mit hochwertigen Analyse- und Charakterisierungsmethoden erreicht. Numerische Simulationen ergänzen das Prozessverständnis, in Bauteilsimulationen werden Einflüsse der Materialeigenschaften überprüft und Ertragssimulationen unterstützen den Nachweis der erreichten Verbesserungen.

„Die Verknüpfung von anwendungsspezifischen PV-Systemaspekten mit mikroskopischen Halbleitereigenschaften ist ein innovativer und spannender Ansatz, der am besten in einem solchen Verbund zusammen mit erfahrenen und angesehenen Universitäts- und Forschungsinstituten verfolgt werden kann“, erklärt Dr. Jörg Palm, CTO der AVANCIS GmbH. Forschung für die wachsende Bedeutung der Gebäudeintegration da Solarmodule bei Fassadenintegrationen schlechter hinterlüftet sind und im Normalfall unter weniger vorteilhaften Winkeln und Verschattungssituationen installiert werden, gelten im BIPV-Bereich in der Regel erschwerte Bedingungen für den Ertrag. Die Anforderungen für den Temperaturkoeffizienten, das Schwachlichtverhalten und die Winkelabhängigkeit der Module, die alle maßgeblichen Einfluss auf das Ertragsverhalten haben, sind in der BIPV ausgeprägter. Im Förderprojekt „MyCIGS“ werden die erzielten Verbesserungen im Modul nach Abgleich mit der Ertragssimulation in einer speziellen Anlage für gebäudeintegrierte Photovoltaik nachgewiesen.

Als Premiumhersteller von ästhetischen CIGS-Modulen für Solarfassaden ist AVANCIS zudem assoziierter Partner beim Forschungsprojekt „CIGS-Fassade“ unter der Leitung vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). Ziel dieses Projektes sind Untersuchungen des Moduldesign hinsichtlich Energieertrag, Schattentoleranz, Montagefreundlichkeit und Flexibilität der Modulgröße speziell für Fassaden.

Forschungsverbund MyCIGS: 01.10.2017 – 30.09.2020

  • AVANCIS GmbH (koordinierende Leitung)
  • Photovoltaik-Kompetenzzentrum (PVcomB) des Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie
  • Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
  • Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg 

 

Über AVANCIS

AVANCIS entwickelt und produziert Dünnschicht-Solarmodule der Premiumklasse auf Basis der Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid-Verbindung (CIGS-Module). Diese innovative Technologie „Made & Engineered in Germany“ wird in den eigenen R&D-Zentren in München und Torgau entwickelt, und in den Produktionsstätten in Torgau umgesetzt. AVANCIS´ Technologie geht auf die Pionierarbeiten in den 80er Jahren bei Arco Solar zurück, die sich in den Vorgängerfirmen von AVANCIS zur heutigen Dünnschichttechnologie weiterentwickelt hat. Kernmarke ist das PV-Modul PowerMax®, das in Freiflächen und Aufdachanlagen (PowerMax® 3.5) und als Architekturmodul im Gebäudebereich (PowerMax® SKALA) eingesetzt wird. Seit 2014 gehört AVANCIS zur CNBM Gruppe.

 

Für weitere Informationen:

AVANCIS GmbH
Susanne Häckel
Otto-Hahn-Ring 6
81739 München
+49 89 219620-511
Susanne.haeckel[at]avancis[dot]de